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Aktuelles Thema: Die COVID-19-Pandemie

DAS HIRI UND DER KAMPF GEGEN SARS-COV-2

Die SARS-CoV-2-Pandemie kam – und das HIRI fing sofort an, Infektionsprozess und Krankheitsentstehung zu erforschen. Gesucht werden Schwachstellen, an denen die Infektion verhindert oder frühzeitig gestoppt werden kann. Letztes Ziel ist die Entwicklung von Medikamenten, für diese und künftige Pandemien.

GESUCHT: NEUE WEGE 

Das neuartige Coronavirus dringt in einen Organismus ein – dieser dient von dem Moment an als „Wirt“. Das Virus nutzt den Wirtsorganismus zu seiner Vermehrung und löst Symptome von COVID-19 aus (u.a. Fieber, Husten, Erschöpfung). Um diese Prozesse zu verstehen, setzt die Forschung am HIRI gemeinsam mit deutschen und internationalen Kooperationspartnern neueste Technologien ein.

Zunächst schauen wir darauf, wie sich das neuartige Coronavirus im Wirt vermehrt. SARS-CoV-2 verwendet dafür eine Strategie namens „ribosomales Frameshifting“, eine Methode, mit der das Virus mit seinem begrenzten Satz an Erbinformationen eine viel größere Zahl an Proteinbausteinen herstellen und sich so in den Wirtszellen festsetzen und vermehren kann. Neva Caliskan und ihre Forschungsgruppe arbeiten mit Hochdruck daran, die entscheidenden Interaktionspartner bei der Vermehrung zu identifizieren.

HIRI-Gruppenleiter Emmanuel Saliba schaut auf die einzelne Zelle. Mit der Technologie der „Einzelzell-RNA-Sequenzierung“ lässt sich der Prozess der Infektion bei den Zellen eines infizierten Menschen in beispiellos hoher Auflösung nachvollziehen. Schritt für Schritt entsteht dabei eine Reihe von Karten. Mit diesen Karten können wir zuschauen, wie verschiedenste RNAs zu bestimmten Zeitpunkten in der Einzelzelle entstehen, verwendet und wieder abgebaut werden.    

Weitere Forschungsgruppen am HIRI entschlüsseln die Schnittstelle zwischen Sars-CoV-2 und seinem Wirt. Ihre individuelle Expertise bringen sie in die gemeinsame Forschungsarbeit ein. 

Wissenschaftliche Publikationen zu SARS-CoV-2

Atlas der RNA-Protein-Interaktion von Sars-CoV-2 in infizierten menschlichen Zellen

HIRI-Wissenschaftler Mathias Munschauer hat zusammen mit Kollegen der JMU Würzburg und des Broad Institute (Cambridge, USA) den ersten globalen Atlas der direkten Wechselwirkungen zwischen der SARS-CoV-2-RNA und dem Proteom des menschlichen Wirts entwickelt. Die Studie wurde als Vorabdruck auf bioRxiv veröffentlicht.

COVID-19: Immunsystem auf Irrwegen

Bundesweiter Forschungsverbund mit HIRI-Beteiligung berichtet in der Fachzeitschrift Cell über aktuelle Befunde zum Coronavirus

Mehr Flexibilität für CRISPR-Ziele im Genom

In einer aktuellen Publikation in der Fachzeitschrift Nucleic Acids Research finden HIRI-Forscher Lösung für eingeschränkte Einsatzmöglichkeiten der Genschere

Unsere Forschung

DAS VIRUS UNSCHÄDLICH MACHEN

Ein vielversprechender Ansatz zur schnellen Entwicklung eines Heilmittels gegen COVID-19 und viele weitere Erkrankungen stellen mRNA-Impfstoffe dar. Mehr über die Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten dieser innovativen Impfstoffe und den aktuellen Stand der Forschung finden Sie in den nachfolgenden Interviews und im Video-Interview mit Professor Jörg Vogel am Seitenanfang.

Das HIRI in den Medien

Die Forscherinnen und Forscher am HIRI sind gefragte Gesprächspartner zum Coronavirus SARS-CoV-2 und geben in den Medien Einschätzungen der Situation ab. Hier finden Sie ausgewählte Beiträge:

"Russischer Impfstoff: Würzburger Forscher warnen vor Risiken“

HIRI-Direktor Prof. Jörg Vogel und der HIRI-affiliierte Virologe Prof. Lars Dölken beziehen im Interview mit der Zeitung „Mainpost“ Stellung zum russischen Corona-Impfstoff (12.08.2020).

 

"Corona-Impfstoff: Würzburger Professor hat ,gute Nachrichten' "

Im Interview mit der Würzburger „Mainpost“ (27.07.2020) vermittelt Prof. Jörg Vogel seine Einschätzung zum Stand der Impfstoffentwicklung gegen SARS-CoV2.

 

Der Würzburger Infektionsbiologe Jörg Vogel erforscht das Coronavirus

Bayern 2 Podcast "DAS AKTUELLE INTERVIEW AUS FRANKEN" vom 06.05.2020.  Professor Jörg Vogel zur Forschung zum neuen Coronavirus am HIRI und der Entwicklung eines Impfstoffes gegen SARS-COV-2.

Weitere Informationen zu SARS-CoV-2 und aktuellen Forschungsbemühungen an unserem Mutterzentrum, dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, finden Sie hier.

Zum HZI

"Wir müssen den Verlauf der Infektion und die darauf basierende Reaktion des Wirtes vollständig verstehen, um die Fachkräfte im Gesundheitswesen bei der Behandlung von Hochrisikopatienten zu unterstützen. Die Analyse der Interaktionen zwischen Virus und Wirt auf Einzelzellebene könnte der Schlüssel dazu sein. Mit ihrer Hilfe könnten wir molekulare Faktoren und zelluläre Mechanismen identifizieren und als Angriffspunkte für die Entwicklung von Medikamenten einsetzen."

Jörg Vogel, in seinem LifeTime COVID-19 interview Weiterlesen

Neues vom HIRI

Finden Sie heraus, was gerade sonst noch am HIRI passiert.

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