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Bild von Marc Schmidt und Matthias Goebeler

Allergie adé!

Marc Schmidt und Matthias Goebeler erforschen Überempfindlichkeiten gegenüber Metallen

Viele werden es kennen: Bei Kontakt mit Nickel, das in Schmuck, Münzen, aber auch in Implantaten und Mobiltelefonen verwendet wird, kommt es zu unangenehmen Hautausschlägen. Allergien gegen Chrom (VI), das in der Lederindustrie oder im Baugewerbe zum Einsatz kommt, führen häufig zur Berufsunfähigkeit. Ursache für diese Kontaktallergien sind T-Zell-vermittelte Überempfindlichkeitsreaktionen. Eine solche Überreaktion verläuft in zwei Phasen: Ein erster Kontakt mit dem Metall bleibt ohne Symptome, der Zweitkontakt geht mit Ausschlägen einher. Die Voraussetzung ist eine Aktivierung des Immunsystems.

Marc Schmidt und Matthias Goebeler vom Universitätsklinikum Würzburg wollen herausfinden, welche Zelltypen diese Immunantwort vermitteln. In ihrem Projekt am Single-Cell Center Würzburg untersuchen sie zusammen mit Georg Gasteiger von der Universität Würzburg die Immunreaktion und ihre Dynamik auf der Ebene einzelner Zellen. Ihre Forschungsergebnisse könnten die Basis für neue Strategien zur Behandlung von Patient:innen mit berufsbedingten Metallallergien hervorbringen.

Über das Single-Cell Center Würzburg

Das Single-Cell Center Würzburg ist ein gemeinsames Kompetenzzentrum des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) mit der Medizinischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität (JMU), dem Universitätsklinikum Würzburg (UKW), dem Fraunhofer-Translationszentrum für Regenerative Therapien (TLZ-RT) und der Max-Planck-Forschungsgruppe am Würzburger Institut für Systemimmunologie (WüSI).

Aufgabe der Einrichtung ist es, Krankheiten auf der Ebene einzelner Zellen zu analysieren und zu verstehen. Dadurch soll es künftig besser gelingen, frühestmöglich und verlässlich vorherzusagen, welchen Verlauf eine Erkrankung nehmen wird und wie sie bestmöglich behandelt werden kann.