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Scheck über 90.000 Euro überreicht

HIRI und Vogel Stiftung Würzburg starten zweite Förderrunde ihres Fellowship-Programms

Würzburg, 20. Dezember 2021 – Die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp startet in 2022 gemeinsam mit dem Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) in die zweite Periode ihres Fellowship-Programms. Dabei gewährt die Würzburger Einrichtung ausgewählten HIRI-Wissenschaftler:innen über einen Zeitraum von drei Jahren Fördermittel in Höhe von insgesamt 90.000 Euro. Erste Stipendiatin ab Januar ist Biotechnologin Darshana Gupta, die jetzt den symbolischen Förderscheck im Beisein der HIRI-Leitung aus den Händen von Gunther Schunk, dem Vorstandsvorsitzenden der Vogel Stiftung, entgegennahm.

„Ziel des Fellowship-Programms, das wir 2018 mit dem Würzburger Helmholtz-Institut ins Leben gerufen haben, ist die Förderung exzellenter Nachwuchs­forscherinnen und Nachwuchsforscher“, erläutert Gunther Schunk. Die Vogel Stiftung wolle herausragenden Wissenschaftler:innen die weiterführende Qualifikation im Rahmen einer Promotion am HIRI ermöglichen. „Wir stärken die wichtige Arbeit des HIRI und letztlich auch die Forschungsexzellenz am hiesigen Wissenschaftsstandort“, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung.

Erfreut zeigten sich Jörg Vogel, Geschäftsführender Direktor des HIRI, und die Administrative Leiterin Alice Hohn bei der Scheckübergabe im HIRI. „Spitzenforschung ist auf eine hochmodere Infrastruktur, ein attraktives Umfeld und ausreichend finanzielle Ressourcen angewiesen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können“, konstatiert Jörg Vogel. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit und Kooperationen über die Forschung hinaus seien unabdingbar. „Wir sind ausgesprochen dankbar, dass wir auf die starke und nachhaltige Unterstützung unserer Grundlagenforschung durch die Vogel-Stiftung Dr. Eckernkamp zählen dürfen“, sagt Vogel.

Neue Heilungsmöglichkeiten bei Erbkrankheiten

Als Fellow der Vogel Stiftung will HIRI-Wissenschaftlerin Darshana Gupta neue CRISPR-Technologien und damit neue Heilungsmöglichkeiten bei Erbkrankheiten entwickeln. CRISPR ist auch als Genschere bekannt und entstammt dem natürlichen Immunsystem von Bakterien, die sich damit beispielsweise gegen das Eindringen von Viren zur Wehr setzen. „Bei vielen genetischen Erkrankungen können nur die Symptome gelindert, nicht aber die Ursache behandelt werden. CRISPR-Technologien können hier in der Zukunft echte Heilungschancen bieten und zu einer neuen personalisierten Medizin führen“, ist sich Gupta sicher.

Über das Fellowship-Programm

Mit Fellow Falk Ponath starteten die Würzburger Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp und das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) im Jahr 2018 ihr erstes Forschungsstipendium. Die Kooperationspartner ermöglichen mit dem Programm herausragenden Nachwuchswissenschaftler:innen die Aus- und Weiterbildung im Rahmen einer Promotion. In der jetzt startenden zweiten Förderperiode, in der bis Ende 2024 neben Darshana Gupta weitere HIRI-Stipendiaten gefördert werden sollen, stellt die Vogel Stiftung 90.000 Euro bereit.


Jüngste Forschungsergebnisse aus dem Fellowship-Programm:


Über die Vogel Stiftung

Die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp wurde 2000 von dem Würzburger Verleger Dr. Kurt Eckernkamp und seiner Frau Nina Eckernkamp-Vogel gegründet. Unter dem Motto „Teilhabe am Leben durch Forschung“ fördert sie Forscher:innen am Wissenschaftsstandort Würzburg. In den zurückliegenden 20 Jahren hat die Einrichtung rund 115 größere Einzelprojekte mit insgesamt mehr als 2,5 Millionen Euro unterstützt. Im Fokus standen dabei neben der Wissenschaft auch die Felder Bildung, Kultur und das Gesundheitswesen.

Über das HIRI

Das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) ist die erste Einrichtung weltweit, die die Forschung an Ribonukleinsäuren (RNA) mit der Infektionsbiologie vereint. Auf Basis neuer Erkenntnisse aus seinem starken Grundlagenforschungsprogramm will das Institut innovative therapeutische Ansätze entwickeln, um menschliche Infektionen besser diagnostizieren und behandeln zu können.

Das HIRI ist ein Joint Venture des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und befindet sich auf dem Würzburger Medizin-Campus.

Britta Grigull

Pressekontakt

Dr. Britta Grigull